Studie zu Entwicklungsprozessen in der Automobilindustrie

Studie zu Entwicklungsprozessen in der Automobilindustrie

INDUS fördert Zukunftsfähigkeit der Beteiligungen: Studie zu Entwicklungsprozessen in der Automobilindustrie bei KSG

  • Unabhängige Studie des Center of Automotive Management in Zusammenarbeit mit goetzpartners
  • Beauftragt durch die INDUS Holding AG, inhaltlich begleitet durch die Kieback-Schäfer-Group (KSG)

Die INDUS Holding AG unterstützt ihre Beteiligungsunternehmen über gezielte Programme beratend und finanziell dabei, innovative Produkte zu entwickeln, Prozesse zu optimieren und sich weiter zukunftsfähig aufzustellen. Dazu zählen auch die stetige Analyse von Branchenentwicklungen und die Ableitung von Szenarien für die strategische Unternehmensausrichtung. Vor diesem Hintergrund hat INDUS die aktuelle Studie „Die Zukunft des Entwicklungsprozesses in der Automobilindustrie“ (Bratzel/Russo, 2019) beauftragt. Das Center of Automotive Management und die Unternehmensberatung goetzpartners führten die unabhängige Studie auf Basis von Experteninterviews durch. Die Kieback-Schäfer-Group (KSG), die seit 1998 zum INDUS-Portfolio gehört und auf Automotive Engineering spezialisiert ist, steuerte die inhaltliche Ausrichtung der Studie. Die Studie ist frei verfügbar unter www.goetzpartners.com.

Die Automobilbranche befindet sich im Umbruch: Elektromobilität, Carsharing und Fahrdienste sowie der Markteintritt branchenfremder Player bei der Entwicklung autonomer Fahrzeuge stellen die etablierten Markenhersteller und deren Zulieferer vor neue Heraus-forderungen. Verändertes Nutzungsverhalten wirkt sich auf die Nachfrage aus, aber auch auf Entwicklungsprozesse und Produktion. Standen bisher Modelle und Baureihen („Hardware Layer“) im Fokus, verschiebt sich die Wertschöpfung zunehmend in Richtung IT (Bordcomputer) und Software. Die Studie prognostiziert, dass Serien- und Entwicklungsprozess dabei – beschleunigt durch die Digitalisierung – zeitgleich ablaufen werden. Kunden entscheiden sich künftig nicht mehr für die Automarke als Privatfahrzeug, sondern im Zuge autonomer Fahrangebote für eine Mobilitätsplattform. In der Folge nimmt die Modellvielfalt ab. Nicht mehr die Fahreigenschaften, sondern die Funktionen durch Software- und Servicepakete bestimmen den Mehrwert.

KSG sieht sich durch die aktuelle Studie in der Ausrichtung der Gruppe bestärkt: Als Anbieter für die gesamte Prozesskette vom Design bis zur Fertigung von Prototypen- und Serienteilen konzentriert sich die Gruppe schon seit einiger Zeit auf digitale Technologien und Virtual Reality in der Modellentwicklung. „Wir arbeiten in der Entwicklung sehr eng mit unseren Kunden zusammen und setzen dabei auf modernste CAD- und VR-Technologien, um innovative Lösungen umzusetzen“, erläutert Jörg Kieback, Geschäftsführer der KSG. „Ein Beispiel für die Leistungsfähigkeit der Gruppe ist das eBus-Cluster, für das wir als Partner Konzept- und Designvorschläge erarbeitet und diese in unserem VR-System komplett abgebildet haben.“ Im eBus-Cluster bündeln Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer Institut und Industriepartner wie KSG ihre Expertise in den Technologiefeldern Informations- und Kommunikationstechnik, Fahrzeugtechnik und Energiemanagement, um den Elektrobus der Zukunft zu entwickeln. Erste Kundenaufträge mit der VR-Technologie von KSG wurden bereits generiert.

„Bei INDUS sehen wir unsere Aufgabe vor allem darin, unseren Beteiligungen den notwendigen unternehmerischen Freiraum zu schaffen, der es ihnen ermöglicht, ihre Position im internationalen Wettbewerb weiter auszubauen. Dazu zählt auch die Förderung von Entwicklungsprojekten, die wir durch die Einrichtung des INDUS-Förderbankmodells systematisiert haben“, erläutert Dr. Jörn Großmann, Mitglied des Vorstands von INDUS. Ausgewählte Forschungs- & Entwicklungsprojekte der Portfoliounternehmen zur Erschließung neuer Technologien und Märkte werden mit 50 bis 80 Prozent des Projektvolumens durch INDUS gefördert. Aktuell liegt das insgesamt verfügbare Fördervolumen bei rund drei Prozent des jährlichen Konzern-EBITs.